Die letzte Landpartie …und Tschüss

Der letzte Sonntag im Oktober und damit die wirklich letzte Gelegenheit, in diesem Jahr noch ein bisschen zu fahren. Nachdem in der vorhergehenden Nacht das Sturmtief Herwart den Norden heimgesucht hatte, sah es zunächst nicht nach Motorradwetter aus. Deshalb ran an die Steuererklärung… bis kurz vor Mittag auf einmal die Sonne rauskam. Also kurz entschlossen umgezogen, Büsum als Ziel ins Navi eingetippt und los gings.

Wenig Verkehr und fast keine Motorräder sowie heftige Windböen und fast durchgängig Sonnenschein… ich liess mich richtig durchpusten. Da die Temperaturen bei weitem nicht mehr sommerlich waren, wurde es gegen Nachmittag auch richtig frisch.

Trotzdem hatte sich der Tag am Ende gelohnt, zu Hause gab es zum mitgebrachten Matjesbrötchen heißen Tee zum Aufwärmen und im Schein meiner MagLite wurde die Horzontjägerin dann für die Überwinterung herausgeputzt. Sie soll im Kreise der anderen Maschinen ja nicht unangenehm auffallen :-).

Morgen geht es dann ins Winterlager und im April sehen wir uns wieder 🙁

Fertig zur Überwinterung: „Hast Du auch die Zähne geputzt?“ 🙂


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Östlich von Lübeck

Nachdem Sebastian uns so richtig durchgepustet hatte, waren plötzlich ein paar Sonnentage in der Wetterapp (WetterOnline) angekündigt. Also die beste Gelegenheit, vor der Winterpause noch einmal auf die Strasse zu gehen. Nebenbei wollten die Horizontjägerin und ich uns endlich an den neuen Pfadfinder, das TomTom Rider 400, gewöhnen. Bereits im Juli hatte ich mich nach langem Hin und Her vom mittlerweile antiken Becker getrennt. Die Irrfahrt in Spanien nahm ich dem Ding immer noch übel!

Also hatte ich mir abends online eine kleine Tour an die Ostseeküste zusammengestellt, hinter Lübeck in Richtung Boltenhagen und dann immer weiter an der Küste entlang. Über Rostock und Schwerin wollte ich dann am späten Nachmittag wieder zuhause sein.

Über die Technik und Bedienung des Gerätes werde ich an anderer Stelle noch berichten, nur soviel: das Übertragen der mit TyreToTravel erstellten Route vom PC aufs Navi ging absolut ohne Probleme. Endlich entfiel das Konvertieren ins passende Dateiformat. Am Morgen wurde das Navi nur noch in die Halterung gesteckt und ich durfte noch die Art der Routenführung bestimmen.

Spannende Route? Na klar, warum nicht!

Und jetzt muss ich mich etwas zurückhalten und meine Begeisterung bremsen: bereits nach knapp 10 Kilometern wurde ich von der Kreisstrasse runter auf das Kopfsteinpflaster der Ringstrasse in Grabau geführt:

Begeistert vom Kopfsteinpflaster… natürlich nicht! Aber von nun an fuhr ich immer wieder auf Strassen und Wegen, die ich nie im Leben gesucht bzw. gefunden hätte. Natürlich ging es auch über bekannte Strecken. Dies ist, gerade an der Küste, mangels fehlender Alternativen manchmal gar nicht anders möglich. Trotzdem war es eine absolut spannende Tour, quasi durch die Hinterhöfe des Landes.

Der geringe Verkehr garantierte ein flüssiges und entspanntes Fahren. Und DER eine mit Traktor beladene Tieflader mit Überbreite… der hätte gerne mal rechts ranfahren dürfen! 7,5 Kilometer hinter so einem Monstrum mit Tempo 30… konnten mir diesen tollen Tag auch nicht vermiesen.

Was mich jedoch wirklich ärgerte, das waren diese Verkehrsschilder:

Das VZ255 (Verbot für Krafträder) scheint offenbar an der Ostsee erfunden zu sein? Oder gibt es dafür Zuschüsse? Wo auch immer ein schönes Fotomotiv lockte, stoppte mich dieses Schild. Wenn ich auch Verständnis dafür habe, das sich in den Sommermonaten die Badegäste von den aufgemotzten „Streetfightern“ belästigt fühlen könnten (Möglichkeitsform!), so sind diese Schilder in der Neben- und Nachsaison meiner Meinung nach überflüssig. Im Gegenteil! Die örtliche Gastronomie würde sich sicher über den einen oder die andere Bikerin als Gast freuen.  Das gilt besonders für die Insel Poel! Aber sei’s drum, Gaststätten und schöne Rastplätze gab es heute zur Genüge!

Angesichts dieser vielen neuen Strassen kam ich dann jedoch nicht bis Rostock, geschweige denn Schwerin.

In Bastorf gab es schließlich frischen Sprit, einen Becher Kaffee und dann brach ich die Tour ab. Das TomTom sollte mir jetzt den schnellsten Weg nach Hause zeigen und ab ging die wilde Fahrt.

Als ich schließlich nach rund acht Stunden und 333 Kilometern wieder auf den Hof rollte, hatten die Horizontjägerin und ich unseren neuen Pfadfinder voll ins Herz geschlossen. Denn unbefestigte Wege blieben uns heute erspart. Und Kopfsteinpflaster gilt nicht, das ist ja befestigt…


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Lazy Sunday Afternoon

Was für ein Jahr… es ist viel passiert, das Wasser stand uns zwar nicht bis zum Hals, bis zum Knöchel war aber auch zuviel (Freunde wissen, was gemeint ist). Und daher war ich mehr mit Handwerkern und Versicherungen in Kontakt, als mit meiner Horitzontjägerin. Die schien mich immer aus dem Carport anzugrinsen, so nach dem Motto „Was ist los Digga… willst Du nicht?“

Und wenn ich dann wollte, dann hatte die Batterie schlapp gemacht! Und das gleich zweimal in diesem Sommer!

Meine Ein-Stern-Bewertung der Batterie („DELO Mikrovlies Batterie inklusive Säurepack“) bei Louis kam von Herzen! Mittlerweile wurde dieses Produkt aus dem Sortiment genommen.

Der Wetterbericht hatte für heute dichte Bewölkung und zeitweise Regen vorhergesagt… so kann man sich irren! Also rauf auf die Maschine und raus auf die Landstrasse. Nach knapp 150 Kilometern wurde es mit der untergehenden Sonne dann doch langsam frisch und Zeit für die Rückkehr. Vorher war ich kreuz und quer durch den Segeberger Forst einem Heißluftballon bis kurz vor Neumünster gefolgt und habe dabei Straßen und Wege entdeckt bzw. befahren, in die ich vermutlich sonst nie eingebogen wäre. Eine völlig neue Art zu navigieren, ein bisschen wie Schnitzeljagd.


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1800 Kilometer bei 35 Grad…

Eine wirklich reißerische Überschrift. Und dabei waren wir nur auf einer Vatertagstour im Hunsrück. Ja, ihr habt richtig gelesen. Im Hunsrück erwischten wir für vier Tage eine unglaubliche Hitzewelle. Mein Thermometer von Louis quittierte auf der Rückreise nach Hause zeitweilig sogar den Dienst. Bei mehr als 50 Grad schaltet es ab. Ich gebe zu, dies geschah während einer Pause und die aufsteigende Motorwärme tat das Übrige dazu, trotzdem: es war schon sehr heiß an diesem langen Wochenende.

Ansonsten gab es wieder tolle Strassen zu entdecken und mein neuer Tankrucksack bestand seinen ersten Einsatz!


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Hunsrück und zurück

Endlich geht es wieder los… Die Horizontjägerin ist aufgetankt, gepackt und startklar. Das mir einen Tag vor dem Start die Batterie schlappmacht… geschenkt. Geiz ist halt nicht geil und wenn man sich für die Hausmarke von Louis entscheidet, dann muss man nach zwei Jahren offenbar eine neue Batterie kaufen. Die entsprechenden Rezensionen kann man ja auch vorher durchlesen.

Und wo geht es hin? Grobe Richtung Hunsrück und dort bis zum Sonntag die Landstrassen unsicher machen. Die Anfahrt wird ein wahrer Langschlag. Bis zur gebuchten Pension in Woppenroth sind 650 Kilometer. Sofern wir den kürzesten Weg wählen. Aber unser Guide wird sicherlich eine etwas abwechslungsreichere Strecke abseits der Autobahn wählen. Wir dürfen gespannt sein.

Morgen früh noch den Tankrucksack einklicken und dann ab auf die Bahn!


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Was ist schon ein Jahr…

„Wenn Du den lieben Gott zum Lachen bringen willst, mußt Du Pläne machen!“

Ja, ich liebe diesen Spruch! Denn da steckt so viel Wahrheit drin…

Geplant hatte ich vor einem Jahr, diese Seite so richtig aufzuhübschen. Dann ging einiges anders als geplant und manchmal hörte ich so ein leises Kichern…

Egal, wir haben 2017, die Horizontjägerin wurde gestern aus der Halle geholt und seit heute rollen die Räder wieder.

Mal schauen, was diese Saison bringt!


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Endlich wieder auf dem Mopped…

Das erste April-Wochenende lockte mit grandiosem Wetter und scheinbar alle „Saisonkennzeichen“ waren am Start. Zum Saisonauftakt kam ich bereits ins Schwitzen. Das lag nicht nur am Wetter und dem Winterfutter in Jacke und Hose, nein: das lag auch an einigen wenigen anderen Motorradfahrern. Es gibt offenbar ein paar Zeitgenossen, die wollen mit PS (ich weiß, nicht mehr zeitgemäß, ich bin da wohl altmodisch…) und Lautstärke protzen und ballern über Landstrassen, schneiden Kurven und halten sich dann abends für die Größten. Wenn sie den Abend erleben. Es waren auch wieder einige Rettungsfahrzeuge unterwegs!

Und aus lauter Spaß am Fahren kam ich nicht zum Fotografieren… beim nächsten Mal wieder!

Knapp zwei Stunden, (fast) ohne
Wochenendverkehr


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