Tag 11: Und es gibt doch tolle Straßen!

Als wir heute morgen aufgewacht sind, war das Gewitter fortgezogen und England stand im Halbfinale. Von dem Spiel haben wir natürlich auch nicht alles gesehen. Nach der Halbzeit haben wir ausgeschaltet, uns umgedreht und sind eingeschlafen (höre ich jetzt irgendjemanden alter Mann sagen? 🤫)

Nee, ganz im Ernst, wir waren einfach platt.  Heute morgen dann das Ergebnis gelesen, insofern zwei Tore gesehen (das sind zwei Drittel des Spiels!😂)

Gleich beginnt der schwierigste Teil des Tages!

Nachdem wir die Geländeprüfung (Zufahrt zur Pension!) bestanden hatten (leider nur auf Video!), ging es wieder auf die Strasse und die Route führte Gott sei Dank weiter in die Berge! Wälder, Felsen, Flüsse, Seen… egal was man sich an Traumlandschaft vorstellt: wir haben es heute gesehen!

Im Gegensatz zu den Strassen im Süden sind die Strassen hier in den Bergen (D12c und D15) teilweise nagelneu, völlig eben und glatt.

Man kann die Maschine richtig toll rollen lassen und muss auch nicht Angst haben, dass man, wenn man in eine Kurve reinfährt, im Kurvenausgang irgendeinen Schlagloch vorfindet. Das macht hier wirklich Spass, insofern hat Rumänien wohl mehr als zwei Seiten.

Wovor man aufpassen muss, sind die wilden Hunde! Ein 3er- und ein 5er-Rudel kreuzten unseren Weg. Das erste Rudel ging sofort auf uns los, ein beherzter Griff am Gas sorgte aber für sicheren Abstand. Das andere Rudel hatte wohl schon gefrühstückt und ließ uns passieren!

Am Bicaz Damm (Barajul Bicaz)

Die Gewitterwolke von gestern hatte sich auch nicht ganz verzogen, sondern lauerte uns heute unterwegs wieder auf. Plötzlich und ziemlich unerwartet wurde es in den Bergen grau. Ein Wind kam auf und dann kamen auch die ersten Regentropfen. Da wir absolut keine Lust hatten, die Regensachen wieder anzulegen, hielten wir bei der nächsten möglichen Gaststätte und fanden dort ein richtig tolles und nettes Fischrestaurant vor. Eine Fischsuppe und ein Eintopf sorgten für einen vernünftige und zünftige Regenpause.

 

Als der Regen sich dann verzogen hatte, ging es immer weiter in die Berge. Wir folgten unserem Navi bis zum Ende der heutigen Route und hielten dann an, um eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Und es klingt völlig unglaublich, aber wir hielten direkt vor der „Route 155f“, einem kleinen Gasthof, der sich offensichtlich spezialisiert hat auf Motorradfahrer.

Wenn Engel reisen 😂

Das entsprechende Schild winkte uns schon von der Strasse entgegen.

Uriger Gastraum!

Und der erste Eintrag, den wir über Booking.com fanden, war genau dieser Gasthof! Also rein, Zimmer gebucht und jetzt geht das Ganze wieder von vorne los: duschen, T-Shirts ausspülen… Und dann das erste eiskalte Bier trinken.

Unser liebster rumänischer Bär!

Nach dem ersten Bier und einer Biker-Mahlzeit war dann Pflegetag angesagt.

Der Scottoiler musste dringend aufgefüllt werden. Und während ich so vor mich hinpuzzle, treffen 6 Nobel-BMWs ein.

Servicetag

Mit Lammfellkissen, Flaschenhalter und Abdeckplane… ich leg mich lang hin. Sogar die Stiefel waren geputzt wie im BMW-Prospekt!

Wenn man sie so stehen sieht… süß! Und ich war mal eingefleischter BMW- Fan! Wo sind die Gummikühe hin?

Ich hoffe, die Horizontjägerin kann heute Nacht gut schlafen… die BMWs sehen aus, als ob sie noch nie eine Nacht draußen verbracht haben!😂

Ein Kommentar

  1. Ich war es nicht der „alter Mann“ gesagt hat. Mal wieder tolle Berichte und super Fotos, man fährt förmlich mit. Weiterhin sichere Fahrt für euch.

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