Tag 4

Von Laugarás nach Reykjavik

Ich habe keine Ahnung, welchen Gefallen wir dem isländischen Wettergott getan haben oder ob er es einfach gut mit norddeutschen Motorradfahrern meint. Denn auch heute wartete Island in strahlendem Sonnenschein auf uns.

Ein bisschen Schotterpiste und der Tag ist Dein Freund…

Nach kurzer Fahrzeit (inklusiv eine erneuten Geländeprüfung… TomTom meint es gut mit uns 😊) erreichten wir den Geysir der Geysire, den einzig wahren der auch so heißt. Der große Geysir befindet sich ebenso wie sein vermutlich berühmterer Bruder Strokkur im Heißwassertal Haukadalur. Während der große Geysir nur selten ausbricht (zwischen 17. und 20. Juni 2000 erreichte der Geysir für zwei Tage eine Höhe von 122 Metern und gilt als der höchste Geysir), erfolgen seine Ausbrüche regelmäßig im Abstand von ca. 10 Minuten und manchmal bis zu dreimal kurz hintereinander. Die kochende Wassersäule des Strokkur erreicht eine Höhe von 25 bis 35 Meter. Das war schon sehr beeindruckend (ich weiß… ich wiederhole mich!).

Am großen Geysir

Der Strokkur wie er lebt und spuckt!

Sönke obenauf!

Nachdem wir dort eine etwas längere Zeit verbracht und Sönke seinen Puls etwas gefordert hatte, ging es weiter zu den Höhlenbewohnern von Laugarvatn.

Die Höhle

Ich habe dieses „Highlight“ beim Ausarbeiten der Tour auf Tripadvisor gefunden und war dann vor Ort doch etwas enttäuscht… Während die Bewertungen alle gejubelt haben… aber was soll‘s? Über eine echt eklige Schotterpiste (eklig für Motorräder!) kamen wir an einer Felswand an, in deren Höhle ein Einsiedlerpärchen um 1910 mit Holz und Wellblech eine Behausung gebaut hatte. Die Geschichte ihres Lebens und die Geschichte ihrer Kinder wird auf einer Schautafel erzählt und in einem Imbisswagen kann man Kaffee kaufen. Vielleicht wird es interessanter, wenn man die Führung vor Ort mitmacht. Gab es heute aber nicht. Also weiter!

Die gesamte „Sehenswürdigkeit“

Thingvellir sagt uns Europäern erst einmal nichts… für die Isländer scheint dies jedoch das Zentrum ihres Landes zu sein!

Hier wurde vor langer Zeit Gericht gehalten…

Thingvellir ist ein historischer Ort und ein Nationalpark in Island, östlich von Reykjavík, bekannt für das Althing, das Parlament Islands vom 10. bis zum 18. Jahrhundert. Dort befinden sich außerdem die Thingvellir-Kirche und die Reste alter Steinhäuser. Der Park befindet sich in einer Grabenbruchzone, die durch das Auseinanderdriften der amerikanischen und der eurasischen tektonischen Platten entstanden ist.

An der Almannagjá-Schlucht wird das an den imposanten Felsspalten und Rissen sichtbar. An diesem historischen Ort wurde auch am 17. Juni 1944 die Republik Island ausgerufen!

In dem weitläufigen Gelände waren wir locker zwei Stunden zu Fuß unterwegs, bis uns die Reisegruppen der MSC-Reederei vertrieben…

Ich… schon wieder beeindruckt….

Dann rief unsere Herberge, denn wir wollten ja unbedingt das Endspiel der Frauen um die Europameisterschaft sehen. Einchecken, auspacken, duschen, umziehen (nebenbei noch ein Erdbeben erlebt!) und raus in die Stadt…

Google zeigte den Weg zur nächsten Sportsbar und pünktlich um 18:20 Uhr saßen wir vor den großen Bildschirmen. Dort lief die 114. Spielminute, Deutschland lag 2:1 zurück und die Engländerinnen brachten die letzten Minuten an den Eckfahnen über die Zeit… WTF!!!??? Offenbar wurde das Endspiel nicht um 21:00 Uhr (19:00 Uhr isländischer Zeit!), sondern zwei Stunden früher angepfiffen.

Wer zu spät kommt…

Der Rest ist schnell erzählt: der Abend wurde noch nett.

Hey Mike, ich hab man was, was Du nicht hast 🙂

4 Kommentare

  1. Wiebke Janetzky

    Habt ihr euch auch den Gullfoss angeschaut? Ist ein sehr beeindruckender Wasserfall in der Nähe der Geysire. Er heißt nicht umsonst „ goldener Wasserfall“.Bei Sonnenschein leuchtet die Gischt golden, manchmal auch mit einem Regenbogen versetzt.

  2. Michael Burbat

    Das Bier im Hard Rock sieht sehr beeindruckend aus .
    Aber eine Frage hätte ich noch:Könnt ihr beiden auch immer die Orte, Sehenswürdigkeiten usw. Immer richtig Süßspeisen?

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