Tag 8 (04.08.2022)

Von Grundarfjordur in die Nähe von Patreksfjörður

Ich bin eigentlich zu müde. Die Etappe heute war echt der Hammer (das habe ich doch heute schon einmal jemandem geschrieben? Egal!) und ich kann mich nicht erinnern, solche Straßen mit einem Motorrad befahren zu haben. Das fängt bei den Straßenbelägen an, geht weiter über die extremen Steigungen bis hin zu den abwechselnden Aussichten. Wir waren gefühlt in den Alpen, im Wilden Westen (John Wayne lässt grüßen) und teilweise sah es aus, wie in der Karibik (weiße Sandstrände!!!). Okay, man durfte den Blick nicht nach oben heben, solche Felsen gibt es auch auf den Seychellen nicht. Leider konnten wir gar nicht alles fotografieren, nicht immer war ein Halt an der Straße möglich.

Eine hochoffizielle Landstrasse, vergleichbar mit unserer B432!!!

Wer Google-Maps geöffnet hat: Grundarfjordur verließen wir auf der 54 und folgten dieser in Richtung der 60. Fun Fact am Rande: wir wollte erst an einem ausgeschilderten Abzweiger der 54 vorbeifahren. Dieser Schotterweg kann doch keine offizielle Landstraße sein? Oh doch… und dann hatten wir 40 Kilometer Schotter-, Buckel- und Geröllpiste vor uns. Dann nach Norden auf die 60 (normaler Asphalt).

Blick zurück in Richtung Grundarfjordur, im Hintergrund sieht man den Fährhafen Stykkishólmur

Irgendwann kam auf der rechten Seite ein Hinweis auf eine Sehenswürdigkeit, so bogen wir nach recht auf die Schotterpiste 690 ab und umrundeten den Gilfördur. Hier war der Weg das Ziel, die Sehenswürdigkeit hatte sich vor uns versteckt.

Hätte man von der Fähre aus nie entdeckt!

Zurück auf der 60 wurde es zwischen Kinnarstaðir und Gufudalur erneut schotterig, allerdings jetzt mit Serpentinen, Steigungen und unbefestigten Rändern zum Abgrund hin!

Wäre allerdings auf der Fähre auch nicht nötig gewesen!

Und dann wurde es zum Himmelreich für Motorradfahrer: bis Flókalundur rollten wir auf einer scheinbar nagelneuen Straße durch die Berge, Super-Grip, keine zu engen Kurven, Berg- und Talfahrt mit spektakulären Aussichten:

Hatte ich es schon gesagt? Der HAMMER!!! Ich habe hier einmal die heutige Route grob verlinkt:

In Flókalundur stellten wir dann fest, dass unser Reisebüro offenbar zwei Adressen unserer heutigen Unterkunft versendet hatte. Nun war guter Rat teuer, die beiden Adressen lagen knapp 50 Kilometer auseinander…

Das war der letzte Blick aufs Meer (für heute!)

Nach dem bewährten Schnick-Schnack-Schnuck fiel die Entscheidung… und sie viel richtig. Am Ende des Tages standen wir gefühlt am Ende der Welt. Der Weg dorthin setzte noch ein Sahnehäubchen auf den Tag.

Gut, dass wir beide nicht schwindelfrei sind! Ich kenne Menschen, die wären diesen Weg nicht gefahren!

Unsere Hütte

Der heutige Wirt wartete bereits auf der Terrasse seines Anwesens, wies uns unser Holzhaus (mit eigenem Badezimmer!!!) zu und gab uns zur Begrüßung noch zwei Dosen Bier aus. Mehr ging heute nicht!

Einer muss den Job ja machen!!!

4 Kommentare

  1. Moin vom Hamburger Flughafen, ihr erlebt schöne aber auch vielleicht aber auch anderes wie die Erdbeben. Ich wünsche euch noch eine gute fahrt. Deine berichte sind super zu lesen. Ich warte immer auf den nächsten Bericht.

    • Moin Arno, du hast Recht! Island bietet so viel mehr als nur Erdbeben oder Vulkane! Ich werde berichten, schönen Dienst noch!

  2. Guten Morgen nach Island. Habt Ihr mitbekommen, dass 20km südlich von Rejkjavik ein Vuikan Lava spuckt. Ich bin der Meinung, dass Ihr auch durch diese Gegend gefahren seid. Nun seid Ihr aber schon weiter und alles ist gut. zu den Berichten kann ich nur sagen, weiter so!

    • Moin Manfred, ja haben wir… mit dem Erdbeben hatte er sich angekündigt. Ich bin froh, dass wir weg sind. Die Westfjorde sind „out of reach“! 🤟

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